Patientenkolloquium 2019
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2019 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

Arbeitsmedizinische Vorsorge



Bei ihrer beruflichen Tätigkeit können Beschäftigte verschiedenen Gesundheitsgefahren ausgesetzt sein wie beispielsweise Gefährdungen durch den Umgang mit Gefahrstoffen, den Kontakt mit Infektionserregern, Feuchtarbeit, Lärmarbeit, Heben und Tragen aber auch Belastungen z.B. durch Nachtarbeit oder Arbeiten am Bildschirm. In diesen Fällen hat jeder Beschäftigte Anspruch auf regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorge durch den Betriebsarzt, damit individuelle Gefährdungen erfasst werden, berufsbedingte Erkrankungen frühzeitig erkannt oder verhindert werden oder eine rechtzeitige Behandlung veranlasst werden kann.

Die „Verordnung zur arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV)" in der aktualisierten Fassung von 2013 listet in den entsprechenden Anhängen Gefährdungen auf, die Anlass für eine arbeitsmedizinische Vorsorge sind.


Es wird unterschieden zwischen:

Pflichtvorsorge:
In besonderen Arbeitsbereichen oder bei bestimmten Tätigkeiten (s. Anhang der ArbMedVV) darf der Arbeitgeber Beschäftigte nur einsetzen, wenn sie zuvor an einer arbeitsmedizinischen Vorsorge (Pflichtvorsorge), die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll, teilgenommen haben. Hier kann der Beschäftigte zwar die Teilnahme an einer Vorsorgeuntersuchung verweigern, allerdings darf der Arbeitgeber ihn dann nicht in dem vorgesehenen Bereich (weiter-) beschäftigen.

Angebotsvorsorge:
Bei bestimmten Gefährdungen (s. Anhang ArbMedVV) muss der Arbeitgeber dem Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge (Angebotsvorsorge) anbieten. Der Beschäftigte kann das Angebot annehmen oder ausschlagen.

Wunschvorsorge:
Nach §11 des Arbeitsschutzgesetzes hat der Arbeitgeber den Beschäftigten auf ihren Wunsch hin eine arbeitsmedizinische Vorsorge zu ermöglichen, es sei denn. auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.


Wie für jeden anderen Arzt gilt auch für den Betriebsarzt die ärztliche Schweigepflicht.
Medizinische Befunde, Diagnosen oder Krankengeschichten dürfen ohne Zustimmung des Betroffenen weder an den Arbeitgeber noch an andere Personen (wie z.B. den Hausarzt) weitergegeben werden.

Vorgehen bei der Anmeldung
Im Rundschreiben des Kanzlers Nr. 49/2010 (Link) und auf der Homepage des Betriebsarztes (INTRAnet-UKB)
unter „Downloads“ finden Sie Anmeldeformulare, die der Vorgesetzte ausfüllt und zum Betriebsarzt schickt.