Patientenkolloquium 2018
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2018 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

Über uns




Das Klinische Ethikkomitee heißt Sie willkommen auf seiner neuen Webseite.

Das im Jahr 2012 vom Vorstand des Uniklinikums gegründete Klinische Ethikkomitee ist ein nicht weisungsgebundenes Beratungsgremium. Zentrale Aufgabe des Klinischen Ethikkomitees ist es, die behandelnden Ärztinnen u. Ärzte und die Pflegefachkräfte der Stationen bei ethisch problematischen Entscheidungen beratend zu unterstützen.
Die 15 Mitglieder des KEK kommen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen und sind für den Zeitraum von drei Jahren in das Komitee berufen.

Was ist ein Ethikkomitee und welche Aufgaben hat es?
Im klinischen Alltag werden Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen bzw. die gesetzlichen Vertreter durch die Möglichkeiten moderner Medizin vor schwierige Entscheidungen gestellt. Das Klinische Ethikkomitee bietet in solchen Fällen für die Beteiligten ein ethisches Konsil an. Sie können dort ihre unterschiedlichen Standpunkte vortragen und unter ethischen Gesichtspunkten diskutieren. Am Ende des Gesprächs soll ein möglichst von Allen mitgetragenes Ergebnis stehen.
Die Mitglieder des Klinischen Ethikkomitees repräsentieren die Vielfalt der an einer Klinik tätigen Berufsgruppen. Ihm gehören in der Regel Ärzte, Pflegefachkräfte, Seelsorger, Sozialarbeiter, Mitarbeiter der Verwaltung und Juristen an.
Ein Klinisches Ethikkomitee ist nicht zu verwechseln mit einer Ethikkommission. Deren Aufgabe ist es, geplante Forschung am Menschen zu begutachten.

Welche zentralen Aufgaben hat das Klinische Ethikkomitee?

  • Ethische Konsile: Das KEK führt nach Anforderung moderierte Ethikkonsile auf den Stationen durch. Zum näheren Ablauf siehe die weiteren Informationen in der nächsten Spalte.
  • Entwicklung von klinikinternen Leitlinien: Um bei immer wiederkehrenden Fällen eine Entscheidungshilfe zu bieten, werden in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Berufsgruppen Leitlinien erarbeitet, die eine einheitliche Form des Vorgehens empfehlen, um damit die Sicherheit und die Transparenz der Entscheidungen zu erhöhen.
  • Fort- und Weiterbildungen: Das KEK bietet Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für seine Mitglieder und Interessierte aus den Kliniken und Fachabteilungen an.

Ethisches Konsil – was ist das?
Ein ethisches Konsil (von lat. consilium = Beratung, Ratschlag) ist eine durch Vertreter des Klinischen Ethikkomitees moderierte ethische Fallbesprechung auf der Station. Möglichst alle, die in die Behandlung des Patienten eingebunden sind (hierzu gehören u.a. Ärztinnen/Ärzte, sowie Pflegekräfte, Angehörige des Patienten bzw. deren gesetzliche Vertreter), sollen hieran teilnehmen. Ein Konsil kann von Pflegefachkräften und vom ärztlichen Dienst beantragt werden.
Für Patientinnen und Patienten u. deren Angehörige, Bevollmächtigte oder Betreuer besteht die Möglichkeit, über Mitarbeiter der Station ein ethisches Konsil anzuregen.

Wie läuft ein ethisches Konsil ab?
Ein ethisches Konsil findet in der Regel auf der betreffenden Station des behandelten Patienten statt und dauert ca. 40 – 60 Minuten. Am Konsil nehmen mindestens drei Mitglieder des Ethikkomitees teil; der Vorsitzende bzw. sein Vertreter übernimmt die Moderation. Die Mitglieder des Klinischen Ethikkomitees bringen ihre medizinethische Kompetenz und medizinrechtliche Aspekte in das Gespräch ein. Eine moralische Bewertung bzw. Beurteilung durch die Moderatoren findet dabei nicht statt.
Ergebnis des Konsils soll eine für alle Seiten tragfähige Entscheidung sein. Hierzu werden alle Standpunkte unter ethischen Aspekten diskutiert und verschiedene Handlungsoptionen herausgearbeitet und erwogen.
Die Entscheidung darüber, welche dieser Optionen letztlich gewählt und verantwortet wird, verbleibt beim ärztlichen Team. Die im Rahmen des Ethikkonsils vorgeschlagenen Empfehlungen sind für das Behandlungsteam nicht bindend.
Es wird ein Protokoll vom Konsil erstellt, das dem behandelnden Team mehr Sicherheit geben soll für seine Entscheidungsfindung.